Können wir heutzutage überhaupt noch ohne Plastik leben?

PlastikmüllEin Leben ohne Plastik, fast unvorstellbar. Aber es wird immer mehr zu einem Umweltproblem. Lasst uns die Folie für einen Monat anzünden: Wie werden Sie in Zukunft damit umgehen?

Bist du jetzt vor deinem Computer? Haben Sie ein Smartphone in der Hand oder reisen Sie mit dem Zug durch das Land? Eine Flasche Wasser auf dem Tisch, die Lunchbox im Mülleimer? Kunststoff ist überall und in großen Mengen erhältlich.

Seit mehr als 100 Jahren ist Kunststoff ein erfolgreiches Produkt. Es ist leicht, vielseitig und preiswert und sehr praktisch. Die Nutzung macht Gebäude energieeffizienter und die Produktion hinterlässt oft einen geringeren ökologischen Fußabdruck als die scheinbar nachhaltigeren Alternativen. Sie leistet eine wichtige Arbeit in der Medizin, aber der Übergang zur Digitaltechnik ist ohne Kunststoffe nicht denkbar.

Aber auch Kunststoffe haben erhebliche Nachteile: Erdöl, eine begrenzte Ressource, wird konsumiert; ein bedeutender Teil des plastischen Lebens landet am Ende seines Lebens in der Natur – Meere, Strände und Flüsse werden von unreinen Flecken befreit, der Kreislauf wird für Hunderte von Jahren unterbrochen; Tiere sterben an Schmerzen, weil sie denken, dass Plastikpartikel Nahrung sind; und Plastik kann uns auch gefährden, wenn Mikrokunststoffe durch Trinkwasser oder Nahrungsaufnahme in unseren Körper eindringen.

joghurtbecherBilder von riesigen Plastikinseln in den Ozeanen und Videos vom Tauchen inmitten von Plastikwolken haben das Thema auf die internationale Bühne katapultiert. Selten gab es ein so großes Bewusstsein dafür, dass Kunststoff ein Umweltproblem ist. Die ersten Länder haben bereits reagiert: Im Jahr 2021 wird Costa Rica als erstes Land der Welt auf Einweg-Kunststoffe vollständig verzichten. In Frankreich sollen bis 2020 alle Kunststoffgeschirrteile verboten sein, auch in Großbritannien und einigen Städten Nordamerikas. Mikrokunststoffe sollten in Neuseeland bis Ende dieses Jahres in der Kosmetik verboten werden. In Deutschland haben mehrere Supermarktketten die Initiative ergriffen: Sie haben Plastiktüten oder Plastikstrohhalme aus ihrem Sortiment genommen und sich ehrgeizige Ziele zur Einsparung von Verpackungsmaterial gesetzt. Darüber hinaus prüft die EU derzeit Möglichkeiten, den Einsatz von Kunststoffen zu reduzieren, beispielsweise durch Verbote oder Steuern.